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24-07-08 - letzter Tag in Hamburg

Ich sitze gerade hier am Ufer von der Binnenalster und tippe meinen letzten Tagebucheintrag ueber HH. Um 1400 Uhr bringt uns der Zug nach Hause, nach Nuernberg. Zu meiner grossen Ueberraschung klappte das Auschecken aus dem Hotel problemlos, wie meine Schueler um 0930 noch alle im Bett lagen, war ich schon leicht unruhig, da wir unseren Palast um 1000 Uhr verlassen musste, aber es klappte. An dieser Stelle muss ich meine Truppe einfach loben. Auch so klappte es wirklich immer gut. Der Alkohol war nie ein Problem. ob das an uns, mir und meiner Kollegin lag, oder an den Schuelern ist hier sicherlich die Frage. Ich denke aber es liegt, wie immer, an beiden Parteien.

Die Tage in HH waren fuer mich auf jeden Fall eine Bereicherung. Ich merkte mit einer Schulklasse zu verreisen ist ein ganz anderes Kaliber wie mit einer Pfadfindergruppe. Das dies fuer mich persoenlich ein Unterschied ist, kann zwei Gruende habe. Der eine ist, dass ich noch nie eine Gruppe leitete bei der der Altersabstand zu den Schutzbefohlenen so gering ist, teilweise war er nur zwei Jahre. Der andere ist, dass die Kultur einer Schulklasse zu einer Pfadfindergruppe imbens ist. Dies liegt in der Natur der Gruppe eine Schulklasse ist eine Mussgemeinschaft ein Pfaditrupp ist eine Willensgemeinschaft. Eines kann ich auf jeden Fall nach der Reise sagen, egal ob Pfadis oder Schule ich wuerde es mir gut ueberlegen ob ich wieder mit einer Gruppe auf Reisen gehe bei der die Altersdifferenz von mir zu den Kindern so gering ist. Es war fuer mich teilweise einfach komisch, wenn ich den Lieben den Weg weisen musste, da ich eigentlich den selben Unsinn ganz bewusst noch selber mit grosser Begeisgterung tue.

Gestern Abend gingen wir noch mal gemeinsam ein bisschen festlich Essen und danach genossen wir den Blick vom Michel aus in die hell erleuchtete Stadt HH. Da merkte man dann erstmal wie stark welch Welten zwischen NBG und HH im Bezug auf Weltmetrophole liegen. NBG ist im Vergleich zu HH ein dunkler Fleck auf dieser kleinen Erde. Das eine Heimat so dunkel ist hat aber auch Vorteile. HH hat deutlich mehr soziale Probleme und sie werden einem an jeder Ecke ausfuehrlichst Praesentiert. Hier ist einmal St. Pauli zu nennen, das Viertel in dem mein Hotel lag, und das sehr aktive Strassenleben mit all seinen bekannten Cliquen. Von Pauli bin ich begeistert und Abgeschreckt zu gleich. Die eine Strasse ist hui die andere Pfui. Teilweise hat Pauli den Charakter von Johannes oder Gostenhof in Nuernberg. Ein Stadtteil der trendig ist in dem junge Familien leben die eine Kultur mitsich bringen, die mir gefaellt. Damit meine ich Kaffees und Szenelaeden wie man sie nicht in den grossen Einkaufsstrassen dieser Welten finden will. Aber die Strasse die sich dem Horizontalen Gewerbe widmen sind nicht einladen. Die Ottostrasse in NBG ist dagegen der Himmel auf Erden.

Nach dem Turmabstieg wollten wir Lehrer eigentlich noch gemeinsam mit den Schuelern einen Trinken gehen, aber die hatten mittlerweile fast alle Ihr gesamtes Geld ausgegebe. So leicht kann sich das Problem Alkohol auch loesen. In der Hotellounge wurden dann gemeinsam die letzten Bierdosen gelehrt. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich Bier aus Alu trank - ....

so ich ziehe jetzt hier mal in der Parkanlage meinen Schuh aus und den Socken und reibe meinen Fuss mit einer Entzuendungssalbe ein. Mein rechter Zeh zickt ohne Anlass seit Tagen rum. Ich hoffe, dass ich bis Sa fitt bin, damit ich die Alpen komm. Ich will hoch hinaus, Ihr wisst das doch.

Euer Clemens

PS: Ich bezeichen mich im Tagebuch als Lehrer. Auf jeden Fall ist das eine ganz klare Amtsanmassung. Ich machte dies, weil es am einfachsten war, wenn ich von uns, meiner Kollegin und mir sprach und sonst, weil ich kein passendes Wort parad hatte. Ich bitte es daher mir zu verziehen und von einer Anzeigen wegen Amtsanmassung abzusehen. ;D

Nun endlich hock ich in der Strassenbahn nach NBG. Mit einer Verpaetung von mehr als einer Stunde kamen wir endlich in NBG an. So ist es jetzt 2002. Ich bin fertig! Eine schoene Sache gab es noch auf der Fahrt. Ganz hoefflich wurde ich gefragt, ob sie ein Bierchen trinken duerfen und ob ich somit das strikte Alkverbot doch bitte aufheben wuerden. Wir sagten JA. Ich denke das war notwendig schon allein aus respekt, dass sie sich sonst recht gut an die Regeln hielten. Noch dazu, der der die Frage stellte, war ehe immer Vorbildlich - halt ein Zecke.
24.7.08 21:50
 


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